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Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen
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Die Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen (niederländisch Nationale Maatschappij der Belgische Spoorwegen (NMBS), franzÜsisch SociÊtÊ nationale des chemins de fer belges (SNCB)) ist die staatliche Eisenbahngesellschaft des KÜnigreichs Belgien mit Sitz in Saint-Gilles/Sint-Gillis.cite-ref-unternehmenssitz-1-1[1] Das Unternehmen ist unter den niederländisch- und franzÜsischsprachigen Abkßrzungen NMBS und SNCB bekannt, besonders von englischsprachigen Ausländern wird es mitunter B-Rail genannt. Im Firmensymbol, das Henry van de Velde 1936 entwarf, steht sprachneutral der Buchstabe B in einem liegenden Oval.
Contents
⢠Geschichte
⢠Aufbauzeit
⢠1914â1945
⢠1945â1990
⢠1991 bis heute
⢠Elektrifizierung
⢠Streckennetz
⢠Personenverkehr
⢠Tarife
⢠Zahlen
⢠Flandern
⢠Wallonie
⢠Gßterverkehr
⢠Logo
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
Aufbauzeit
Belgien war das erste kontinentaleuropäische Land, das Ăźber eine Eisenbahn verfĂźgte, die erste Strecke wurde 1835 zwischen Mechelen und BrĂźssel erĂśffnet. Ziel des jungen, erst 1830 durch Abspaltung vom KĂśnigreich der Vereinigten Niederlande entstandenen Nationalstaates war, ein von den Kanälen unabhängiges Transportmittel zu haben, weil diese immer noch unter der Kontrolle der Niederlande standen. Belgien schuf als erstes Land in Kontinentaleuropa ein zusammenhängendes Eisenbahnnetz. Bis 1842 lieĂ der belgische Staat alle Eisenbahnen im Lande selber bauen. DafĂźr zuständig war die 1832 gegrĂźndete Chemins de fer de lâĂtat belge, abgekĂźrzt EB, auch LâĂtat belge genannt, deutsch sinngemäà Belgische StaatsbahnenÂŤ. Einen detaillierten Ăberblick zu den Mitte des 19. Jahrhunderts vorhandenen Eisenbahnstrecken liefert der belgische Baedeker-ReisefĂźhrer von 1853.cite-ref-5[5] AnschlieĂend verkaufte der Staat Konzessionen â zunächst Ăźberwiegend an englische Gesellschaften, dann an eine Tochter der franzĂśsischen Compagnie des chemins de fer du Nord, so dass schlieĂlich etwa 600 Kilometern staatlicher Bahnen eine mehrfache Streckenlänge in privater Hand gegenĂźberstand. Ende des 19. Jahrhunderts kaufte er diese jedoch zum grĂśĂten Teil wieder zurĂźck und grĂźndete die sogenannte âEisenbahnverwaltungâ.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]
Einige private Gesellschaften blieben jedoch weiter bestehen. Die letzten beiden, die Chemin de fer International de Malines Ă Terneuzen und die Chemin de fer de Chimay, wurden erst 1948 verstaatlicht.cite-ref-8[8]
Siehe auch
:
Liste ehemaliger belgischer Eisenbahngesellschaften
Um 1900 hatte Belgien 170 Meter Eisenbahnstrecke pro Quadratkilometer, gegenßber 103 m/km² in England, 79 m/km² in Deutschland und 70 m/km² in Frankreich.
StreckenerĂśffnungen
⢠3. Mai 1836 â MechelenâAntwerpen (Linie 25)
⢠2. Januar 1837 â MechelenâDendermondeâ(28. September 1837) Gentâ(22. August 1838) BrĂźggeâ(28. August 1838) Ostende
⢠19. Dezember 1841 â BrĂźsselâJurbiseâTubizeâMons (Ligne Dorsale), bis QuiĂŠvrain an der franzĂśsischen Grenze 7. August 1842
⢠15. Oktober 1843 â Bahnstrecke AachenâLĂźttich (Linie 37)
⢠23. Oktober 1843 â BrĂźsselâLuttreâCharleroi
⢠11. November 1848 â JurbiseâTournai
⢠20. Oktober 1849 â CharleroiâMons
⢠Juni/Oktober 1854 â AntwerpenâRoosendaal â Oudenboschâ(erst 1. Mai 1876) Rotterdam (Linie 12)
⢠14. April 1856 â BrĂźsselâNamur (Linie 161)
⢠1. Mai 1856 â BrĂźsselâGent
⢠1. Oktober 1856 â HasseltâMaastricht
⢠7. Oktober 1858 â NamurâArlon (Linie 162)
⢠1. Dezember 1885 â Bahnstrecke WaimesâTrois-Ponts (Linie 45), auf damals deutschem Gebiet von der PreuĂischen Staatsbahn gebaut, 2007 stillgelegt
⢠1861 â Bahnstrecke LĂźttichâMaastricht (Linie 40)
⢠1. Juli 1862 NamurâDinat (Linie 154)
⢠1863 â DinatâGivet
⢠1. Februar/1. Juli 1865 AarschotâDiestâHasselt
⢠23. Februar 1867 â Bahnstrecke PepinsterâStavelot (Linie 44)
⢠22. März 1868 â OstendeâTorhout (Linie 62), 1963 stillgelegt
⢠15. November 1869 â LibramontâBastogne- (1885 erĂśffnet; 1984 stillgelegt) Gouvyâ (nur 1915â1944) St. Vith (Linie 163)
⢠1. Juli 1890 â Bahnstrecke RivageâGouvy (Linie 42)
⢠28. Februar 1917 â Bahnstrecke AachenâTongern (Linie 24)
1914â1945
Nach der Besetzung Belgiens im Ersten Weltkrieg 1914 durch das Deutsche Reich wurde der Eisenbahnverkehr zunächst einem deutschen Eisenbahn-Verwaltungsrat und ab dem 1. Juni 1915 einer deutschen Militär-Generaldirektion unterstellt. Dieser nachgeordnet waren Militär-Eisenbahndirektionen und Linien-Kommandanten, denen die Betriebsfßhrung oblag.cite-ref-9[9] Der Militär-Generaldirektion Brßssel wurden alle deutscherseits als Kriegsbeute beschlagnahmten Eisenbahnwagen zugeordnet und dafßr neu nummeriert. Um deren Herkunft später noch identifizieren zu kÜnnen, wurden die Nummern mit zusätzlichen Kennbuchstaben versehen, die auf die frßheren Eigentßmer hinwiesen.cite-ref-10[10]
1926 wurde die Chemins de fer de lâĂtat belge in SociĂŠtĂŠ nationale des chemins de fer belges (SNCB) umbenannt, was später im amtlichen deutschen Sprachgebrauch Belgiens in âNationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnenâ Ăźbersetzt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war die neue Gesellschaft im Besitz von 4624 Lokomotiven, 9319 Personenwagen, 1602 Gepäckwagen und 123 941 GĂźterwagen.cite-ref-11[11] 1927 wurde diese Gesellschaft bereits privatisiert.
Ende der 1930er Jahre besaĂ die belgische Eisenbahn mit die schnellsten dampfbespannten ZĂźge Europas und der Welt. Zwei mit Stromlinienlokomotiven der NMBS/SNCB-Reihe 12 bespannte Zugpaare zwischen BrĂźssel und Ostende erreichten 1939 planmäĂig Reisegeschwindigkeiten von 114,3 km/h und hielten damit fĂźr kurze Zeit den Weltrekord fĂźr komplette Zugläufe. Auf dem Abschnitt zwischen BrĂźssel und BrĂźgge errangen die ZĂźge 401 und 405 mit einer Reisegeschwindigkeit von 120,46 km/h einen bis heute gĂźltigen Europarekord fĂźr die hĂśchste Reisegeschwindigkeit eines dampfbespannten Zuges zwischen zwei planmäĂigen HaltebahnhĂśfen.cite-ref-12[12]
Ab 1927 verkehrte als erster Pullmanzug in Belgien der Ătoile du Nord von Paris Ăźber BrĂźssel nach Amsterdam, gefolgt ab 1928 vom Edelweiss mit dem Laufweg Amsterdam â BrĂźssel â Namur â Luxemburg â Strasbourg â Basel â ZĂźrich. Ab 1929 wurden der Oiseau Bleu von Paris Ăźber BrĂźssel nach Antwerpen sowie der Ostende-KĂśln-Pullman-Express eingesetzt. Der Beginn des Zweiten Weltkriegs beendete den Einsatz dieser LuxuszĂźge.
1945â1990
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte dann eine erneute Verstaatlichung der NMBS/SNCB. 1957 fßhrte sie, gemeinsam mit anderen europäischen Staatsbahnen, den Trans-Europ-Express (TEE) ein. Am 20. Dezember 1966 beendete die NMBS/SNCB den Betrieb mit Dampflokomotiven, damals bespannte die Lokomotive 29.013 der NMBS/SNCB-Reihe 29 den letzten dampfbespannten Zug zwischen Ath und Denderleeuw.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fand eine Reduktion auf wichtige Verbindungen statt: Einige in dĂźnn besiedelte Gebiete fĂźhrende Strecken wurden stillgelegt und durch kostengĂźnstigere Autobusse ersetzt, beziehungsweise einige im Krieg zerstĂśrte Strecken gar nicht erst wieder aufgebaut (z. B. Gouvy â St. Vith). Während man auch in den 1980er Jahren zahlreiche eher schwach frequentierte Haltepunkte schloss, fand zeitgleich â und im Vergleich zu anderen europäischen Bahnen schon recht frĂźh â auch eine Renaissance des Bahnverkehrs in ländlichen Gebieten statt; man erĂśffnete Strecken neu und machte den Fuhrpark attraktiver. Beispiele fĂźr reaktivierte Strecken sind Antwerpen â Neerpelt und Welkenraedt â Eupen, fĂźr einen attraktiveren Fuhrpark stehen die FernzĂźge zwischen Oostende und KĂśln, die ab Ende der 1970er Jahre weitestgehend aus den neuen standardisierten Eurofima-Wagen gebildet wurden. Diese Wagen waren klimatisiert und boten somit fĂźr Reisende der zweiten Klasse mehr Komfort als das damalige Spitzenprodukt der Deutschen Bundesbahn, das IC-Netz von 1979, auf dem in der zweiten Klasse erst etwa die Hälfte der Wagen klimatisiert war. Mit den Eurofima-Wagen hielt auch die gleichfalls standardisierte Eurofima-C1-Lackierung (reinorange mit lichtgrauem Streifen) Einzug, darĂźber hinaus wurden auch zahlreiche weitere belgische Reisezugwagen entsprechend lackiert.
interregioEbenfalls in den 1980er Jahren wurde ein landesweit einheitliches vertaktetes InterCity/InterRegio-Netz fĂźr den Fernverkehr geschaffen. So verbanden â im europaweiten Vergleich ebenfalls recht frĂźh â ab dem 3. Juni 1984 13 IC- und 16 IR-Linien die 70 wichtigsten BahnhĂśfe Belgiens. FĂźr den lokalen Nahverkehr wurden P- und L-ZĂźge eingefĂźhrt. Während Letztere â ähnlich den ICs und IRs â vertaktet sind, fahren die P-ZĂźge (Piekuurtrein=Spitzenverkehrszug in Deutschland auch als VerstärkerzĂźge bekannt), welcher die Fläche mit Oberzentren, wie BrĂźssel und Antwerpen verbindet, nur im Zeitraum von 6 bis 9 und 16 bis 19 Uhr. Ergänzend fahren die sogenannten T-ZĂźge (des trains touristiques) in der Urlauberzeit. Dieses Zugsystem hat sich bis heute bewährt und wurde im InterCity- und InterRegio-Bereich um mehrere Linien ergänzt, sodass gegenwärtig 38 IC-Linien landesweit verkehren.cite-ref-brochures-13-0[13] Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wurden die Interregio-Linien in IC umbenannt, auĂerdem die vorherigen Buchstaben durch Ziffern ersetzt, so wurde aus der Linie IC A bspw. die IC 01.
1991 bis heute
Seit 1991 ist die NMBS/SNCB ein sogenannter âselbständiger Betriebâ.
Um den weiteren Anforderungen des europäischen Eisenbahnverkehrs gerecht zu werden, entschied man sich in den 1990er Jahren zum vĂślligen Neubau von Strecken, wie der Hochgeschwindigkeitstrasse BrĂźsselâLĂźttichâAachen, zur groĂzĂźgigen Modernisierung von wichtigen BahnhĂśfen und zur weiteren Modernisierung des Fahrzeugparks. In diesem Jahrzehnt wurde die NMBS/SNCB auch GrĂźndungsmitglied der Eurostar Groupcite-ref-eurostar-14-0[14] und der Thalys International.
Seit dem 1. Januar 2005 ist der belgische Eisenbahnverkehr liberalisiert. Die belgische Bahn ist seither ein eigenständiges staatliches Unternehmen. Im Zuge der EU-weiten Anpassung und Liberalisierung des Eisenbahnverkehrs wurde die NMBS/SNCB in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt: NMBS/SNCB Holding Group (Kontrollaufgabe, ßbergeordnete Organisation), Infrabel (Betreiber des Schienennetzes) und NMBS/SNCB (Eisenbahnverkehrsunternehmen). In dieser Struktur hielt der belgische Staat 80 % an Infrabel und 99,9 % an der NMBS/SNCB Holding Group; diese wiederum war alleiniger Eigentßmer der NMBS/SNCB und hielt die restlichen 20 % an Infrabel.cite-ref-strukturvergleich-15-0[15] Anfang 2013 beschloss die belgische FÜderalregierung eine neue Struktur, die zum 1. Januar 2014 in Kraft trat.cite-ref-unternehmen-16-0[16] Heute ist der belgische Staat alleiniger Eigentßmer der NMBS/SNCB, von HR Rail und von Infrabel.cite-ref-strukturvergleich-15-1[15] HR Rail ist ein neugegrßndetes Unternehmen, das als Arbeitgeber fßr die Beschäftigten der NMBS/SNCB und von Infrabel fungiert. Die NMBS/SNCB Holding Group entfiel.cite-ref-unternehmen-16-1[16]
Die NMBS/SNCB war 2007 GrĂźndungsmitglied des Railteam.
Elektrifizierung
1935 wurde die erste Strecke zwischen Brßssel und Antwerpen elektrifiziert. Hierbei wurde Gleichspannung mit 3000 Volt angewendet. Seit den 1950er Jahren kam es zu einem zeitlichen Verzug bei den Elektrifizierungen, da man aus Kostengrßnden dieselelektrische Lokomotiven bevorzugte. Inzwischen jedoch strebt man eine vollständige Elektrifizierung des Streckennetzes an.
Die NMBS/SNCB verwendet im weitaus Ăźberwiegenden Teil des Streckennetzes weiterhin Gleichstrom mit 3 kV. Nur einige modernisierte Abschnitte (AthusâMeuse) und die Hochgeschwindigkeitsstrecken werden mit 25 kV Wechselspannung bei 50 Hz betrieben. Durch die Entscheidung fĂźr die Elektrifizierung mit 3 kV entstanden an den Grenzen zu allen Nachbarstaaten Systemtrennstellen. Die belgischen Eisenbahnen lieĂen deshalb schon frĂźh Mehrsystemlokomotiven entwickeln, eine der ersten Viersystembauarten war die 1966 in Dienst gestellte Reihe 16.
Streckennetz
Belgien hat eines der dichtesten Streckennetze der Welt. Die unterirdische, sechsgleisige Brßsseler Nord-Sßd-Verbindungsbahn ist mit ca. 1200 Zßgen pro Tag der am stärksten befahrene Eisenbahntunnel der Welt. Fßr den weiteren Ausbau des Netzes ist die Infrabel zuständig.
Schnellfahrstrecken werden in Belgien als ligne à grande vitesse oder hogesnelheidslijn bezeichnet. Das Liniennetz verläuft von der franzÜsischen (und weiter zur englischen), deutschen und niederländischen Grenze sternfÜrmig auf die Hauptstadt Brßssel zu.
| Strecke | Strecke | StreckenÂgeschwindigÂkeit | Länge | InbetriebÂnahme | FahrzeugÂeinsatz | StromÂsystem | ZugÂbeeinÂflussung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In Betrieb | HSL 1 , BrĂźsselâLille (Anschluss an LGV Nord ) | 300 km/h | 88 km | 1997 | TGV , Eurostar , Thalys | 25 kV, 50 Hz | TVM430 |
| In Betrieb | HSL 2 , LĂśwenâAns (Strecke BrĂźsselâLĂźttich) | 300 km/h | 62 km | 2002 | Thalys, ICE 3M , IC | 25 kV, 50 Hz | TBL 2 |
| In Betrieb | HSL 3 , ChĂŞnĂŠeâWalhorn (Strecke LĂźttichâAachen) | 260 km/h | 36 km | 2009 | Thalys, ICE 3M | 25 kV, 50 Hz | ETCS Level 2 |
| In Betrieb | HSL 4 , AntwerpenâRotterdam (Anschluss an HSL-Zuid ) | 300 km/h | 40 km | 2009 | Eurostar, Thalys, IC | 25 kV, 50 Hz | ETCS Level 2 |
Personenverkehr
Der Eisenbahn-Personenverkehr in Belgien wird fast ausschlieĂlich durch die NMBS/SNCB durchgefĂźhrt, welche auĂerdem die grenzĂźberschreitenden RegionalzĂźge auf den Strecken LĂźttichâAachen (euregioAIXpress) und Antwerpen-Roosendaal (S-Zug Antwerpen) betreibt. Nur die Verbindung LĂźttichâMaastrichtâAachen (LIMAX) wird seit 2024 von der Arriva Personenvervoer Nederland betrieben.
Zwischen Deutschland und dem Hafen von Antwerpen verkehren GĂźterzĂźge Ăźber die Montzenroute der privaten âDillen en Lejeune Cargoâ (DLC).
Es gibt folgende Zuggattungen:
| Abk. | Langname ( ndl. ) | Langname ( frz. ) | Aufgaben, abgedeckte VerkehrsbedĂźrfnisse |
|---|---|---|---|
| EST | Eurostar | Eurostar | Hochgeschwindigkeitszug nach London, Paris, Amsterdam, KĂśln und Dortmund |
| ICE | ICE International | ICE International | Hochgeschwindigkeitszug nach KĂśln und Frankfurt am Main |
| TGV | Train Ă grande vitesse | Train Ă grande vitesse | Hochgeschwindigkeitszug Ăźberwiegend nach Frankreich |
| IC | Intercity | Intercity | 36 im Stundentakt verkehrende Linien mit den Bezeichnungen IC 01 bis IC 35, Halteabstände geringer als in anderen Ländern, erfßllt neben Fernverkehrsaufgaben auch die Aufgaben der Zuggattung Regional-Express , Durchschnittsgeschwindigkeit 70 bis 90 km/h |
| ICT | | | touristisch orientierter InterCity (vormals: T-Trein ) |
| L | Lokale trein | Train local | Lokalzug, Grundangebot im Nahverkehr, vergleichbar mit Regionalbahn |
| S | S-Trein | Train S | S-ZĂźge in Antwerpen , BrĂźssel , Charleroi , Gent und LĂźttich |
| P | Piekuurtrein | Train dâheure de pointe | Spitzenverkehrszug, ähnlich den VerstärkerzĂźgen bei Regionalexpress oder Regionalbahn , verkehrt nur wochentags im Zeitraum von 6 bis 9 und 16 bis 19 Uhr |
Siehe auch
:
Aktuelles IC-Liniennetz
Tarife
Eine tarifliche Trennung zwischen Nah- und Fernverkehr, mit Ausnahme von ICE und Thalys, gibt es in Belgien nicht. Die PersonenbefĂśrderungstarife richten sich nach der Entfernung mit einem Maximalpreis bei mehr als 120 km. Alle Personengruppen bekommen zu bestimmten Zeiten ErmäĂigungen â Personen zwischen 26 und 64 Jahre am Wochenende, junge Menschen und Senioren an Wochenenden und in den Nebenzeiten an Werktagen. AuĂerdem existieren spezielle touristische Tages- und Wochenendfahrkarten mit ErmäĂigungen zwischen 40 und 60 % wie auch die im Dreiländereck um LĂźttich/Aachen/Maastricht gĂźltige Tageskarte EUREGIO-Ticket. Pendler bekommen auĂerdem durch den Arbeitgeber Teile des Monatskartenpreises erstattet. Eine weitere Besonderheit stellt die 2025 eingefĂźhrte Kundenkarte Train+ dar. Train+ kann monatsweise, also mit GĂźltigkeit fĂźr 30 Tage, erworben worden. Sie kostet 6 bzw. 4 Euro. Jahresweise kostet sie 48 bzw. 32 Euro. Der ermäĂigte Preis gilt fĂźr junge Menschen (bis 25 Jahre) und Senioren (ab 65 Jahre). Mit Train+ ermäĂigt sich der Preis des Einzeltickets in den Nebenzeiten an Werktagen sowie generell am Wochenende und an Feiertagen um 40 %, wobei der Maximalpreis eines Tickets in der 2. Klasse bei 14 Euro bzw. bei 5,50 Euro pro Fahrt liegt (auch in der Hauptverkehrszeit).cite-ref-17[17]
Ticketing-Systeme
Bis in die 1980er Jahre wurde ein Bleiplattensystem verwendet, bei dem ein Druck auf einer kleinen rosa-roten rechteckigen Pappkarte gemacht wurde. Es wurde durch ein eigenständiges computergesteuertes Prodata-Ticketing-System auf der Basis eines Diskettenlaufwerks ersetzt. Am 8. Dezember 1992 wurde es durch SABIN, ein netzwerkbasiertes System, ersetzt.
Aktueller Betrieb
Die staatliche Belgische Eisenbahn betreibt eines der dichtesten Eisenbahnnetze weltweit.
Brßssel ist ein Zentrum des europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs mit Eurostarverbindungen nach London, Amsterdam, KÜln und Paris sowie Intercity-Express-Verbindungen nach Frankfurt am Main. Weitere Knotenpunkte des belgischen Eisenbahnverkehrs sind Antwerpen, LÜwen, Gent-St.-Pieters, Brßgge, Lßttich-Guillemins, Namur und Charleroi-Sud.
In den letzten Jahren wird eine umfassende Modernisierung des Fahrzeugparks durchgefßhrt. In einigen Städten wurden S-Zug-Netze eingefßhrt.
Zahlen
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend
2001 befĂśrderte die Gesellschaft 160 Millionen Reisende auf einem Streckennetz mit einer Gesamtlänge von 3454 Kilometern. Vom Gesamtstreckennetz sind 2701 km elektrifiziert. Die Netzdichte beträgt 112,6 m/km² und liegt damit weit Ăźber dem EU-Durchschnitt von 51,2 m/km². Die NMBS/SNCB verfĂźgt Ăźber 537 BahnhĂśfe und Haltestellen â jährlich kommen neue hinzu.
Die NMBS/SNCB war im Jahr 2004 mit 1,27 Milliarden Euro der grĂśĂte belgische Investor, der Umsatz der NMBS/SNCB beläuft sich auf etwa 2,21 Milliarden Euro (Stand: 2004).
Wichtige BahnhĂśfe
Region BrĂźssel-Hauptstadt
Flandern
Wallonie
GĂźterverkehr
Die Tochtergesellschaft Lineas erbringt unter den Markennamen IFB und Xpedys Gßterverkehr. Sie ist im Besitz von Argos Soditic und der NMBS/SNCB. Die Anteile waren zunächst zu 68,88 % und 31,12 % auf die beiden Gesellschafter verteilt. Seit Mai 2020 hält Argos Wityu 90 % der Anteile, die NMBS/SNCB 10 %.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]
Logo
Das Logo der Gesellschaft wurde 1936 durch Henry van de Velde entwickelt. Die Vorlage lieferte der Eisenbahner Jean de Roy, der einen im Jahr zuvor ausgeschriebenen internen Wettbewerb gewonnen hatte. Van de Velde verfeinerte diesen an den Autohersteller Bentley erinnernden Entwurf und schuf so das bis heute genutzte Signet.cite-ref-20[20]
Weblinks
Commons
: Nationales Eisenbahnunternehmen von Belgien
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Offizielle Webpräsenz der Nationalen Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen (mehrsprachig)
⢠Frßhe Dokumente und Zeitungsartikel zur Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen in den Historischen Pressearchiven der ZBW
⢠Entwicklung des Schienennetzes der Belgischen Eisenbahnen
Einzelnachweise
cite-note-unternehmenssitz-11. Verkaufsbedingungen. In: belgiantrain.be. Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen, abgerufen am 27. April 2024.
cite-note-21. Geschäftsfßhrung. In: belgiantrain.be. Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen, abgerufen am 27. April 2024.
cite-note-32. Rapport annuel consolidĂŠ 2016. (PDF; 1,4 MB) In: belgiantrain.be. Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen, abgerufen am 27. April 2024 (franzĂśsisch, konsolidierter Jahresbericht 2016).
cite-note-43. SNCB Rapport dâactivitĂŠs 2016. In: belgiantrain.be. Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 27. April 2024 (franzĂśsisch, Aktivitätenbericht 2016).@1@2Vorlage:Toter Link/www.belgianrail.be (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-55. â Karl Baedeker: Belgien. Handbuch fĂźr Reisende. 5. Auflage. Coblenz 1853, S. XV ff. Digitalisat.
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